Vereinsgeschichte

Die "1.Bürgerliche Schützengilde zu Oelsnitz/Vogtland e.V." blickt auf eine noch junge Vereinsgeschichte. Nach einer schriftlichen Einladung von Björn Fläschendräger versammelten sich am Sonntag, dem 15. Februar 2009, 14 Frauen und Männer zur Gründung einer neuen Schützenvereinigung. Als "Geburtsort" wurde das erst zwei Monate zuvor eröffnete Lokal "Hemingway`s" in der Oelsnitzer Marktstraße gewählt. Als Versammlungsleiter wurde Björn Fläschendräger bestimmt. Zunächst hat jeder Anwesende seine Beweggründe und Vorstellungen zu einer Vereinsneugründung mitgeteilt. Schnell wurde klar, dass ein Schützenverein "geboren" wird, der einen modernen und liberalen Charakter besitzt, ohne jedoch die Traditionen und Bräuche des deutschen Schützenwesens aus den Augen zu verlieren. Es wurde eine Satzung beraten und beschlossen die jedem, egal welchem sozialen Stand er entspringt, die Möglichkeit bietet, dem Schießsport nachzugehen. Die Abstimmung zur Vereinsgründung wurde einstimmig beschlossen.

Die anschließende Vorstandswahl wurde nach den demokratischen Grundsätzen unseres Landes - frei, gleich, geheim, unmittelbar - durchgeführt. Alle sich zur Wahl gestellten Mitglieder wurden einstimmig ins Amt gewählt. Bei der 1.Vorstandswahl in der Vereinsgeschichte wurden folgende Personen gewählt:
 
Vorstandsvorsitzender: Björn Fläschendräger
Sportlicher Leiter: Aron Fläschendräger
Schatzmeister: Patricia Fläschendräger
Schriftführer: Alexander Gritzke
Jugendleiter: Thomas Eßbach

Die Vereinsgründung wurde am Abend in einem feierlichen Rahmen abgerundet. An den darauf folgenden Tagen galt es die üblichen bürokratischen Hürden zu meistern. Gleich am nächsten Tag wurden die Gründungsunterlagen bei einem Plauener Notar zur Beglaubigung eingereicht. Da diese Formalität schon vor der Vereinsgründung besprochen und weitgehend vorbereitet wurde, konnten die Unterlagen vom Notar bereits am Dienstag im Amtsgericht Plauen zur Eintragung ins Vereinsregister eingereicht werden. Ähnlich gestaltete sich der Ablauf mit dem Antrag auf Gemeinnützigkeit bei dem für uns zuständigen Finanzamt Plauen. Da im Vorfeld der Vereinsgründung, die von Björn Fläschendräger erstellte Satzung zur "Vorprüfung" im Finanzamt abgegeben wurde, gab es keinerlei Probleme bei der Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Gut eine Woche nach unserer Vereinsgründung erhielten wir vom Amtsgericht Plauen die erfreuliche Nachricht, dass unser Verein in das Vereinsregister unter VR 1296 eingetragen wurde. In der gleichen Woche bekamen wir die Unterlagen vom Finanzamt Plauen, die die Anerkennung der Gemeinnützigkeit unserer Schützengilde bestätigten. Nachdem alle erforderlichen Unterlagen innerhalb einer Woche vorlagen, beantragten wir die Mitgliedschaft im Landessportbund Sachsen, Kreissportbund Vogtland und natürlich die des Sächsischen Schützenbundes. Auch hier erwies sich der Bearbeitungsweg als zügig. Zum 01.03.2009 wurde unser Verein in den LSB Sachsen und den KSB Vogtland aufgenommen, fünf Tage später wurde uns die Aufnahme in den SSB mitgeteilt.

Sportlich zählten die jungen Sperken schon nach kurzer Zeit zu den besten Kurzwaffenschützen Sachsens. Nachdem die Kreismeisterschaften im Kurzwaffenbereich seit 2010 im Schützenkreis Vogtland (SSK 1) dominiert werden, gelang am 25. Juni 2011 der endgültige Durchbruch mit dem Gewinn der Landesmeistertitel in den Disziplinen .44 Magnum und .45 ACP sowie der Aufstellung zweier Landesrekorde. Waren es im Sportjahr 2013 80 Medaillen, die die Gildeschützen errangen, so verbuchten sie 2014 108 Medaillen, 2015 118 Medaillen und 2016 sogar 128 Medaillen bei Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften.

Mit der Ehrenurkunde als "Herzlichen Dank für hervorragendes sportliches Engagement zum Wohle der Stadt Oelsnitz/V." würdigte die Heimatstadt im September 2011 die erbrachten Leistungen.
Eine große Ehre wurde der Schützengilde, im Zuge des Kreisschützentages 2012, zu Teil, als sie für die Verdienste um das sächsische Schützenwesen die Ehrenurkunde des Sächsischen Schützenbundes überreicht bekamen. Dabei würdigte der Landesverband die Anstrengungen in den vergangenen Jahren der noch jungen Vereinsgeschichte.
Die Jubiläumsmedaille - 25 Jahre Sächsischer Schützenbund e.V. - wurde uns zum Kreisschützentag 2015 als einer von 10 vogtländischen Schützenvereinen verliehen.

Die Gildeschützen sind mittlerweile zu einem Aushängeschild geworden und tragen den Oelsnitzer Namen über die Region hinaus. Auch bei den Deutschen Meisterschaften in München (Garching-Hochbrück) konnte die Gilde seit der Vereinsgründung jährlich mindestens einen Sportschützen ins Rennen schicken: Aron Fläschendräger (2009/10/12/13/14/15/16), Klaus Posselt (2011/12/13/14/15/16), Andreas Tiepner (2013/14/15/16), Maik Maßalsky (2014/15/16), Hans-Martin Leibnitz (2015/16), Dirk Löffler (2016), Andreas Langebach (2016), Ronny Schnabel (2016) und Daniel Clauß (2016).
Die Krönung im Sportjahr 2013 war die erstmalige Qualifikation einer vogtländischen Mannschaft zu einer Deutschen Meisterschaft und das gleich in zwei Disziplinen - Revolver .44 Magnum und Pistole 9mm Para. In beiden Wertungen schloss das Gilde-Trio mit Rang 10 ab und blieben dort jeweils nur einen Ring unter dem aktuellen sächsischen Landesrekord. Zudem gab es 9 Einzelstarts bei der DM durch die Gildeschützen. Das gab es bislang innerhalb eines Vereins in der vogtländischen Schützen-Geschichte noch nie.

Das Vereinsleben zeichnet sich durch vielfältige Abwechslung aus. So wird neben den regelmäßigen Mitgliederversammlungen auch auf das kameradschaftliche und gesellige Miteinander großer Wert gelegt. Die Mitgliederzahl hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht auf gegenwärtig 51 Schützen. Einen eigenen Schießstand besitzt die "1. Bürgerliche Schützengilde zu Oelsnitz/Vogtland e.V." nicht. Aus diesem Grund werden moderne Schießstände im vogtländischen Umland gegen die übliche Tagesgebühr genutzt. Das umfangreiche jährliche Wettkampf- und Veranstaltungsprogramm verbindet sinnvoll die Interessen der Mitglieder hinsichtlich des Sportschießens und der Belange des Schützenbrauchtums.

Nach anfänglicher harter Aufbauarbeit der Vereinsstrukturen hat sich die Gilde als nächstes Ziel die Jugendförderung und Nachwuchsgewinnung auf die Fahnen geschrieben. Wie für jeden anderen Sportverein auch, bildet eine ausgedehnte Förderung junger Talente sowie der daraus resultierende erfolgreiche Nachwuchs die Basis für das langfristige, aussichtsreiche Bestehen eines Vereins. Als zukunftsorientierter Schützenverein ist die Gilde daran interessiert, eine kontinuierliche Jugendarbeit zu betreiben, um den bisherigen Erfolgen weitere folgen zu lassen. Dies betrifft sowohl die sportliche als auch die gesellschaftliche Ebene. Dank einer hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadt Oelsnitz/V. kann das Vorhaben zukünftig angegangen werden. Aktuell trainieren sieben Jungschützen im Verein.

Auf die Qualifizierung der eigenen Mitglieder wird besonderes Augenmerk gelegt: einerseits auf die sportliche Präsenz wie der Jugend-Basis-Lizenz, Schießsportleiter, Trainer und Kampfrichter und andererseits auf die Vereinsführung mit der Aus- und Weiterbildung mittels Vereinsmanager-Lizenzen. Acht Oelsnitzer haben an der Ausbildung für den Erwerb der Jugend-Basis-Lizenz teilgenommen. Sie ist notwendig, um überhaupt ein Nachwuchstraining anbieten zu können. Sechs Trainer und sieben Kampfrichter gibt es im Verein

Die Vereinsführung der jungen Gilde hat dabei nicht nur die Entwicklung des eigenen Vereins im Sinn, sondern setzt sich gleichermaßen auf Kreisebene für die Interessen des vogtländischen Schießsports ein. Zum Kreisschützentag am 19. November 2011 wurden der Vorstandsvorsitzende Björn Fläschendräger als Kreisjugendleiter sowie der Sportliche Leiter Aron Fläschendräger als neuer Kampfrichterobmann in den Vorstand des Schützenkreises Vogtland (SSK 1) gewählt. Ihre Ämter wurden am 26. Oktober 2013 bei der Kreisvorstandswahl bestätigt. Am 07. November 2015 beendete Björn Fläschendräger seine Tätigkeit im Kreisvorstand. Aron Fläschendräger wurde zum neuen Kreissportleiter gewählt.

Es möge das Schützenwesen in Sachsen und speziell im Vogtland blühen und gedeihen, dass die Akzeptanz bei der Bevölkerung zunimmt und wir Sportschützen anerkannt und geachtet werden.
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