Patronen - Munition

Die Munition ist mit das wichtigste beim Schießen. Ohne diese würde nichts funktionieren.

Aufbau einer Pistolenpatrone:Patronenaufbau
 
  1. Das Geschoss, in der Jägersprache immer noch als Kugel bezeichnet
  2. Die Patronenhülse, die alle Teile zusammenhält
  3. Das Treibmittel, das Schießpulver
  4. Die Auszieherrille, als Teil der Patronenhülse zum Entladen
  5. Das Anzündhütchen, zur Treibmittelzündung

Patronenabmessungen
 
Die deutsche Nomenklatur bezeichnet zuerst das Kaliber des Geschosses und dann die Länge der Hülse (z. B. 9 × 19 mm). Der Vorteil dieser Bezeichnung liegt darin, dass zusätzlich zum eigentlichen Kaliber, nämlich dem des Laufinnendurchmessers, auch die Länge der Patronenhülse und somit ein Grundmaß des Patronenlagers mit angegeben wird.

Gewehrmunition
Gewehrmunition
Sie verfügen in der Regel über eine deutlich stärkere Ladung als Patronen für Pistolen und Revolver, da die Treibgase durch die größere Lauflänge länger auf das Geschoss wirken können, womit eine höhere Mündungsgeschwindigkeit erreicht werden kann.

Man unterscheidet Munition für jagdliche, militärische und sportliche Anwendungen. Die Anforderungen an jagdliche Munition ist vor allem eine gute Zielballistik. Daher sind jagdliche Geschosse meist stumpf, um beim Durchdringen des Zieles einen höheren Strömungswiderstand zu bieten. Die Hülsen von Jagdpatronen sind lang und schlank, um ein möglichst leichtes Patronenlager zu haben.

Die Aufgabe der Militärpatrone ist es den Gegner möglichst kampfunfähig zu machen. Militärpatronen sind in der Regel pulverschwache Patronen, ausgelegt für eine lange Lebensdauer der Waffe bei Reihenfeuer. Der Formfaktor der Patrone ist optimiert für die Munitionszuführung in automatischen Waffen sowie für einen geringen Ausziehwiderstand. Im Laufe der Zeit haben sich einige Militärpatronen - u.a. .223 Remington - zur Universalmunition für Jagd, Militär und Sport entwickelt.

Sportmunition hat keine zielballistischen Anforderungen, gewünscht ist stattdessen die maximale Präzision. Geschossen werden lange, schlanke Geschosse mit geringem Widerstand. Die höchste Präzision wird mit Einzelladergewehren erzielt, insofern hat auch der Formfaktor der Patrone keine besondere Bedeutung. Matchgewehre haben schwere Läufe und stabile Systeme.
 
Handfeuerwaffenpatrone
 
Für Handfeuerwaffen (Gewehre, Pistolen oder Revolver) sowie die meisten automatischen Waffen werden Patronen fertig zusammengesetzt geliefert. Vor allem im Bereich des Sportschießens werden Patronen auch von Wiederladern mit entsprechender Sprengstofferlaubnis selbst gefertigt.

Kurzwaffenpatrone
Kurzwaffenpatronen

Sie ist für die Verwendung in einer Kurzwaffe (Faustfeuerwaffe) eingerichtet ist, also eine Revolverpatrone oder eine Pistolenpatrone. Solche Patronen sind in der Regel zylindrisch oder ganz leicht konisch.
 



Revolverpatrone

.357 Magnum Patrone
Sie hat in den meisten Fällen einen Rand, damit die Patronen in den Kammern festgehalten werden und nicht durch die Bohrung in der Trommel fallen. Revolverpatronen haben meistens eine längere Hülse als vergleichbare Pistolenpatronen. Die bekanntesten Kaliber für Revolver sind .38 Special, .357 Magnum und .44 Magnum.

 
Pistolenpatrone
9mm Patrone
Sie verfügt in der Regel über keinen Rand, damit die Patronen besser übereinander in einem Magazin angeordnet werden können. Dafür haben sie immer eine umlaufende Nut vor dem Patronenboden, die Auszieherrille. In sie greift die Auszieherkralle, um die leergeschossene Hülse aus dem Patronenlager (Lauf) durch das Auswurffenster aus der Waffe auszuwerfen.


Mindestimpuls
 
Beim Abbrand der Treibladung in einer Patrone entstehen Gasdrücke von ca. 3.000 bar, an der Mündung beträgt der Druck noch ca. 100 bar. Wenn das Geschoss den Lauf verlässt, umwirbeln heiße Gase das Heck des Geschosses. Je stärker diese Wirbel sind, desto schlechter ist die Präzision. Zur Verbesserung der Präzision laden manche Schützen weniger Pulver in ihre Patronen. Bei den Gebrauchspistolen und -revolvern ist deshalb im Schießsport ein sog. Mindestimpuls vorgeschrieben. Gemessen wird die Geschoßgeschwindigkeit an der Mündung. Für den .357er Revolver ist im DSB beispielsweise ein MIP von 350 vorgeschrieben.
 
Sicherheit
 
Munition gehört zur Gefahrgutklasse 1.4S und darf ohne Mengenbegrenzung erworben und gelagert werden. Die Aufbewahrung hat in einem verschlossenen Stahlbehältnis mit Schwenkriegelschloss zu erfolgen, das gegen Wegnahme gesichert ist. Eine übliche Wertkassette, die an Boden oder Wand verschraubt ist, erfüllt diesen Zweck. Der Transport ist bis zu einer Menge von 50 kg von den Auflagen der Gefahrgutverordnung befreit.
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