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"Die beste WM die es je gab"

Unsere DSB-Schützen konnten sich bei der 50.ISSF Weltmeisterschaft Sportschießen in München 3 Gold-, 9 Silber- und 5 Bronzemedaillen sichern. Insgesamt wurden 25 neue Weltrekorde errungen oder eingestellt. Diese Weltmeisterschaft war ein Fest unseres Sports.

Die gediegene Abschlussfeier auf dem Conny-Wirnhier-Platz auf der Anlage beendete auch offiziell diese Veranstaltung. In seiner kurzen Ansprache sagte Bundessportleiter Max Mückl: „Ich danke allen, die diese Weltmeisterschaft zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben. Mein besonderer Dank geht an alle Sportlerinnen und Sportler, an alle Offiziellen, an Medienvertreter und Sponsoren, an die vielen ehrenamtlichen Helfer sowie an den Internationalen Schießsportverband und den Deutschen Schützenbund. Ohne Eure herausragende Unterstützung wäre diese wunderbare Weltmeisterschaft sicher nicht möglich gewesen. Eine Weltmeisterschaft der Rekorde geht zu Ende. Danke, dass Sie unsere Gäste waren.“

DSB-Sportdirektor Heiner Gabelmann zog eine eher kritische Bilanz: „Wir haben das sportliche Ziel bei dieser Weltmeisterschaft nicht erreicht. Wir hatten uns acht Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2012 in London ausgerechnet und haben nur vier gewonnen. Auch bei den olympischen Einzelmedaillen haben sich unsere Hoffnungen nicht erfüllt und das ist schon enttäuschend.“

Im Gewehrbereich ist unsere Rechnung aufgegangen, auf Mitglieder unseres Top Team Future zu setzen. Die jungen Schützen haben sich gut geschlagen und gezeigt, was sie derzeit können. Lediglich mit dem Luftgewehr haben wir noch nicht das richtige Rezept gefunden. Auch die Damen haben ihr Soll ganz klar erfüllt. Fünf Finalplätze, dazu alle vier möglichen Quotenplätze für London, eine Gold- und eine Silbermedaille – mehr kann man wirklich nicht verlangen.

Die Pistolenschützen sind komplett ohne Medaille geblieben, das war sehr enttäuschend. Vielleicht ist dies aber durch die Berufsbelastungen zum Beispiel von Ralf Schumann, der an der Trainerakademie studiert, und Munkhbayar Dorjsuren, die das Ausscheiden aus der Sportfördergruppe verkraften musste, zu erklären. Beide konnten nicht in dem Umfang trainieren, wie es notwendig wäre, um in der Weltspitze mitzuhalten. Auch Claudia Verdicchio-Krause war nach ihrer Schwangerschaft noch nicht in optimaler Form. Dies sind alles logische Erklärungen, aber die Erwartungshaltung war doch höher.

In den Herrendisziplinen der Wurfscheibe haben unsere drei Sportler das gebracht, wozu sie imstande sind. Karsten Bindrich im Trap, Waldemar Schanz im Doppeltrap und Ralf Buchheim im Skeetschießen waren nahe am Finale dran, haben es aber nicht ganz geschafft.
Bedingt durch den Ausfall von Christine Wenzel, die im Herbst ihr erstes Kind zur Welt bringen wird, konnten wir uns bei den Damen natürlich wenig ausrechnen. Gehofft hatten wir auf Susanne Kiermayer im Trap, aber sie hatte ihren Höhepunkt bei den Europameisterschaften in Kasan und kam anschließend nicht mehr richtig in Tritt.

Mit den Leistungen der Junioren können wir zufrieden sein, wenn auch dort die internationale Konkurrenz in den letzten Jahren deutlich stärker geworden ist.“

Täglich rund zweitausend Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe in den letzten Tagen. Für den Deutschen Schützenbund ging die Rechnung mit circa 20.000 Besuchern auf der Anlage auf.

DSB-Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp konnte nicht nur deshalb ein rundum positives Fazit ziehen: „Wir wollten eine freundliche, transparente und offene Weltmeisterschaft organisieren und ich glaube, dies ist uns gut gelungen. Diese WM war für Jedermann zugänglich, die Volunteers hatten immer ein Lächeln auf den Lippen Wir konnten Gäste aus 103 Nationen begrüßen und ich denke, sie haben sich bei uns wohl gefühlt. Die Äußerungen der Teilnehmer, gleich ob Sportler oder Offizielle, waren durchweg positiv.“

„Das Medienecho war so groß wie noch nie“, freute sich Pressechef Birger Tiemann: „Wir hatten rund 120 Journalisten aus aller Welt akkreditiert, die die Weltmeisterschaft publizistisch begleitet haben. Viele Fernsehanstalten aus dem Ausland haben die angebotenen Bilder von den Finals gesendet und auch in Deutschland haben ARD und ZDF übertragen. Das bayerische Fernsehen sogar zweimal live, das gab es außerhalb von Olympischen Spielen in Deutschland beim Sportschießen noch nie.“

Quelle: DSB von Birger Tiemann
erschienen am: 11.08.2010
Seite 252
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