Scherdel-Cup + Leserbriefe

- Freie Presse -
(24. Oktober 2012)

Falkensteiner dominieren
 
Bei der elften Auflage des Schießens um den Scherdel-Cup der Schützengesellschaft Oelsnitz 1909 glänzten die 20 Sportler aus sechs Vereinen mit starken Ergebnissen.

OELSNITZ - Neben dem Sieger Norbert Schneider (Privilegierte Schützengesellschaft Falkenstein), der 277 von 300 möglichen Ringen erzielte und seinen Teamkameraden Andreas Schädlich um sechs Zähler auf Rang 2 verwies, stach dabei vor allem die erste Frau im Teilnehmerfeld des Wettbewerbs überhaupt heraus. Sabine Müller, ebenfalls aus Falkenstein, holte sich in diesem mit Pistole und Revolver ausgeschossenen Kombinationswettkampf mit beachtenswerten 247 Ringen einen den siebenten Platz. Sie verwies so manchen etablierten männlichen Konkurrenten auf hintere Ränge.

Rolf Geipel rettet die Ehre

Auch insgesamt zielten die Falkensteiner Schützen mit Abstand am besten. Sie platzierten in der Einzelwertung vier Starter unter den ersten Fünf. Nur der Oelsnitzer Rolf Geipel auf Rang 3, konnte in diese Phalanx einbrechen. So gingen die Plätze 1 und 2 in der Mannschaftswertung folgerichtig ebenfalls nach Falkenstein. Die 806 Ringe des Siegerteams waren zudem das zweitbeste, jemals bei diesem Wettkampf erreichte Resultat.
Die Schützen aus Falkenstein, Schöneck, Schwarzenbach an der Saale, Treuen, Oelsnitz und dem Oelsnitzer Stadtteil Raschau hatten mit beiden Waffentypen abzufeuern. Nicht am Start waren die ausgeladenen Vertreter der in den Jahren 2009 bis 2011 in Einzel- und Mannschaftswertung siegreichen 1. Bürgerlichen Schützengilde zu Oelsnitz. Der daraufhin angerufene Sächsische Landessportleiter der Schützen, Hans-Peter Wulff, empfand laut Angaben der Ausgeschlossenen das Verhalten des Ausrichters als sportlich unfair. (tgf)
 
- Vogtland Anzeiger -
(23. Oktober 2012)

Scharmützel der Schützen

Ein Schützenwettbewerb, der das Ziel verfehlt, sportlich fair zu sein:
Der Titelverteidiger des 11. Scherdel-Cups in Oelsnitz durfte nicht antreten.


OELSNITZ – Der 1. Bürgerlichen Schützengilde zu Oelsnitz wurde der Start am Samstag verwehrt, wie Vereinschef Björn Fläschendräger sagt. "Wir hatten uns ordnungsgemäß angemeldet beim Veranstalter, der Schützengesellschaft 1909 Oelsnitz. Fünf Tage vor dem Wettbewerb erhielten wir ein Schreiben des dortigen Vereinsvorsitzenden Andreas Schaller: Auf Grund unüberbrückbarer Differenzen zwischen beiden Vereinen, die aus der Vergangenheit rühren, könnten wir zum Wettkampf nicht begrüßt werden", sagt Fläschendräger.
Am Wettkampftag und auf Anfrage des Vogtland-Anzeigers wollte sich die Schützengesellschaft 1909 Oelsnitz nicht äußern. Auch gestern wollte Vereinschef Schaller keine Stellung nehmen.
Die Schützengilde hatte laut Fläschendräger unverzüglich an die Schützengesellschaft geschrieben und gebeten, die Gründe zu nennen für das Startverbot. Laut Statuten des Schützenverbandes ist das ein Wettkampf, an dem alle Schützenvereine teilnehmen können. Fläschendräger: "Bisher haben wir keine Antwort erhalten." Mit dem Verhalten tritt die Schützengesellschaft Oelsnitz den sportlichen Gedanken mit Füßen." Die Schützengilde hat nach eigenen Angaben den Sportschützenkreis Vogtland informiert und auch den Sächsischen Schützenbund. "Kampfrichterobmann Dr. Bernhard Hüber aus Leipzig verurteilt das Verhalten auf das Schärfste. Das sei nicht im Sinne des Sports", berichtet Fläschendräger.
Die Schützengilde hatte sich 2009 von der Schützengesellschaft abgespalten, zählte anfangs 14, heute 35 Mitglieder und wird nach Angaben der Vereinsführung 2013 wahrscheinlich 40 Mitglieder haben. " Wir gehören auch sportlich zu den erfolgreichsten Vereinen", sagt Fläschendräger. "Den Scherdel-Cup haben wir seit unserer Gründung immer gewonnen – in der Einzel- und Mannschaftswertung. Wir hätten dieses Jahr gern den Titel verteidigt." Ist die Schützengilde zu erfolgreich? Jedenfalls gewinnt sie bisher immer beim Wernersgrüner Wanderpokal, den Schützengesellschaft 1909 Oelsnitz und PSG Falkenstein gemeinsam organisieren. "Da von den Veranstaltern dieses Jahr keine Öffentlichkeitsarbeit kam, haben wir die Ergebnisse sachlich an die Zeitungen gegeben. Das hat vermutlich nicht allen gefallen. Jedenfalls wurde danach unser Kapitän aufgefordert, auf einen Start beim Scherdel-Cup zu verzichten. An unseren Vorstand wurde jedenfalls nichts herangetragen", gibt Fläschendräger bekannt. (P.A./ufa)
 
- Freie Presse -
(27. Oktober 2012)

LESERBRIEF

Vorgehen enttäuscht


Zur Ausladung des Pokalverteidigers Bürgerliche Schützengilde zu Oelsnitz vom Scherdel-Cup der Schützengesellschaft Oelsnitz 1909:

Nachdem wir Anfang der Woche vom unsportlichen Verhalten der Oelsnitzer Schützengesellschaft lesen mussten, möchten auch wir unseren Unmut über das unfaire Auftreten der Oelsnitzer Schützen mitteilen. Es ist traurig, wenn im Sport öffentlich zu einer Veranstaltung eingeladen und dann der Sieger der Vorjahre ausgeladen wird. Egal in welcher Sportart, entweder man ist sportlich fair, dann muss man auch verlieren können, oder man sollte seine Einladung nur an Vereine richten, die gewünscht sind. Wir können als Fußballverein auch nicht den Vorjahressieger unseres Hallenturniers (1. FC Trogen) ausladen, nur weil wir befürchten müssen, dass der auch das nächste Turnier gewinnen könnte. Ich kenne beide Vereinsvorsitzenden recht gut, doch vom Verhalten des Herrn Schaller (Vereinschef der Schützengesellschaft – die Red.) bin ich mehr als enttäuscht. Schade nur, dass alte Zeiten aufgewühlt werden und in einer Stadt keine sportliche Einigkeit in einer Sportart herrscht.
Gunter Schwab, 1. Vorsitzender SV Triebel
 
- Freie Presse -
(27. Oktober 2012)

Schützen lösen Gefecht im Rat aus

Die Schützengesellschaft Oelsnitz will von der Stadt Geld für ein neues Dach. Zuvor hatten sie andere Schützen von einem Turnier ausgeschlossen. Für CDU-Rat Apitz passt das nicht zusammen.

OELSNITZ – Der Ausschluss, der 1. Bürgerlichen Schützengilde zu Oelsnitz von einem Turnier der Oelsnitzer Schützengesellschaft 1909 hat für Diskussion gesorgt. Nach den Ereignissen am Wochenende stand ein Bittgesuch der Schützen auf dem Tableu des Verwaltungs- und Finanzausschusses.
4000 Euro will die Schützengesellschaft von der Stadt, um für rund 14.000 Euro das marode Dach ihres Schießstandes zu reparieren. Für CDU-Stadtrat Christoph Apitz passt das im Sinne vom sportlicher Fairness nicht zusammen. "Wenn wir öffentliche Mittel weiterreichen, sollten wir die Bedingung stellen, dass eine geförderte Sportstätte zu Turnieren auch für alle offen ist." Bei Verstößen müsse das Geld andernfalls zurückgefordert werden. Der Rechtsanwalt schlug vor, diesen Pasus künftig bei allen Zuschüssen für Oelsnitzer Vereine anzuführen.
Die kritisierten Schützen sehen das anders. Im Publikum saß der Vereinsvorsitzende Andreas Schaller, sowie Fritz Rogler, Sportlicher Leiter der Schützengesellschaft. "Wenn wir vereinsintern einladen, dann laden wir auch Vereine ein, die wir beim Schießen wollen." sagte Rogler. Von Außenstehenden wolle sich der Verein da nicht reinreden lassen. Nur zu offiziellen Wettkämpfen – von Kreis- bis Landesmeisterschaften – müssten alle zugelassen werden. Dieses Argument wollte Apitz indes nicht gelten lassen: "Über die Internetseite des Vereins wurden alle Schützen angesprochen, die in einem Verband sind", betonte er. Nach einem exklusiven und vereinsinternen Treffen höre sich das für Apitz nicht an.
Der Streit der beiden Oelsnitzer Schützenvereine hat schon mehrfach in der Stadt für Zündstoff gesorgt. Jetzt hat der Hickhack es bis ins Rathaus geschafft. Nach Differenzen hatte sich die Schützengilde vor einigen Jahren von der Schützengesellschaft abgespalten. Es gab persönliche Querelen unter Mitgliedern. Ulrich Lupart (DSU) warnte die Schützen: "Der Streit darf sich nicht weiter hochschaukeln." Die Vereine sollten aufeinander zugehen – auch ohne Vorgaben aus dem Rathaus. Dieser Meinung schloss sich Oberbürgermeister Mario Horn (CDU) an. Nach längerer Diskussion bewilligte der Ausschuss mehrheitlich den Zuschuss. Das Dach wird 2013 gebaut. (nj)
 
- Freie Presse -
(09. November 2012)

LESERBRIEF

Von Schützenvereinen und anderen alten Gefechten


Zum Beitrag "Schützen läsen Gefecht im Rat aus". Die Schützengesellschaft erhält auf Beschluss des Finanzausschusses der Stadt Oelsnitz einen Zuschuss zur Reparatur des Schießstand-Daches. Zuvor hatte der Verein andere Schützen von einem Turnier ausgeschlossen.

"Schützengesellschaft sorgt für einen Tiefschlag im Sport"
Über das unsportliche Verhalten der Schützengesellschaft Oelsnit 1909 kann man als Sportfunktionör nur den Kopf schütteln. Zu einem öffentlich ausgeschriebenen Wettkampf die lokale Konkurrenz ausladen, die in den vergangenen drei Jahren den Pokal gewinnen konnte, ist ein Skandal. Mit dem Verhalten wird der sportliche Gedanke mit Füßen getreten. Dass die Stadt einen solchen Verein auch noch mit 4000 Euro fördert, schlägt dem Fass den Boden aus. Moralische Sieger sind für mich die jungen Schützen der 1. Bürgerlichen Schützengilde zu Oelsnitz, die in den vier Jahren seit ihrer Gründung tolle Erfolge für unsere Stadt erzielten.
Bernd Kätzel, Oelsnitz
 
 
- Vogtland Anzeiger-/ - Freie Presse -
(03. November 2012/ 14. November 2012)

LESERBRIEF

Unsportliches Verhalten

Zum Artikel vom 23. Oktober "Scharmützel der Schützen" erreichten uns folgende Leserbriefe:

"Interessiert habe ich den Bericht über den 11. Scherdel-Cup der Schützengesellschaft 1909 Oelsnitz gelesen. Das unsportliche Verhalten eines solch traditionsreichen Schützenvereins ist des Vereins unwürdig und lässt Fragen über den Zustand, besonders des Vorstandes, aufkommen. Wenn man den Pokalgewinner der Jahre 2009 bis 2011 trotz einer öffentlichen Ausschreibung wegen "unüberbrückbarer Differenzen" von der Pokalverteidigung auslädt, ist dies ein höchst unsportliches Verhalten oder ein Zeichen dafür, dass man bessere sportliche Leistungen des sportlichen Gegners nicht anerkennen will oder kann. Dass die 1. Bürgerliche Schützengilde zu Oelsnitz bessere sportliche Leistungen aufzuweisen hat als die Schützengesellschaft 1909 (zum Beispiel die mehrmalige Teilnahme an Deutschen Meisterschaften) ist wohl unbestritten. Auch auf anderen Gebieten ist wohl die Schützengilde aktiver als die Schützengesellschaft. Wenn man aber befürchtet, dass bei einem Pokalwettkampf sich der sportliche Konkurrent als der Bessere erweisen könnte, also nicht verlieren kann, sollte man in Zukunft die Finger von solchen Wettkämpfen lassen oder nur noch vereinsinterne Wettkämpfe austragen. Überrascht bin ich auch vom Verhalten des Namengebers und Sponsors des Pokalwettkampfes, der Scherdel-Brauerei Hof. Als Sponsor und Namensgeber sollte man schon darauf achten, dass der Veranstalter des ,Scherdel-Cup´ die Regeln des sportlichen Anstandes sowie der sportlichen Fairness entsprechend der Ausschreibung einhält. Ansonsten ist der Sinn und Zweck eines solchen Sponsorings, sprich Werbung, für die Brauerei verfehlt. Sich zu Anfragen des Vogtlandanzeiger zur Ausladung der 1. Bürgerlichen Schützengilde vom Pokalwettkampf nicht zu äußern und die Ablichtung einer Stellungnahme durch den Vereinschef der Schützengesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit sind ein Beleg für fehlende sachliche Argumente und ein Armutszeugnis für den befragten Vorstand."
Günter Strecker, Oelsnitz

LESERBRIEF

Vorgehensweise ist nicht neu

"Als Sportschütze kann ich bei solchen Methoden auch nur auf das Schärfste protestieren. Es kann einfach nicht sein, dass ein Verein den Titelverteidiger mit einem Startverbot belegt. Um sich aus irgendwelchen fadenscheinigen oder sogar nicht genannten Gründen der Konkurrenz zu entledigen um dann selbst im Rampenlicht zu stehen. Diese Vorgehensweise ist mir persönlich nicht neu. Und beim Gespräch mit anderen Sportschützen kann man sich des Gedankens nicht erwehren, dass sich manche Vereine um jeden Preis profilieren wollen ohne dafür jemals eine sportliche Leistung erbracht zu haben. Ich kann nur hoffen, dass auf Kreis- oder besser noch Landesebene eine Regelung gefunden wird, um solchen unsportlichen Verhalten in Zukunft einen Riegel vorzuschieben. Nach meiner Meinung sollten solche Vereine nur noch vereinsinterne Wettkämpfe durchführen dürfen."
Andreas Tiepner, 1. Vorsitzender der Großkaliber-Gilde 07 Reichenbach
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